Die Hecke, die auch im Winter grün bleibt
Immergrünes Laub mit silbrigem Schimmer, essbare Beeren und eine Blüte, die kommt, wenn im Garten sonst nichts mehr blüht. Robust gegen Wind, Salz und Trockenheit.
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Herkunft & Botanik
Was ist die Wintergrüne Ölweide?
Die Wintergrüne Ölweide (Elaeagnus × ebbingei) ist eine Kreuzung aus zwei ostasiatischen Arten, Elaeagnus macrophylla und Elaeagnus pungens. Beide stammen aus küstennahen Gebüschen — von dort bringt sie mit, was sie so widerstandsfähig macht: Sie verträgt Wind, salzige Luft und trockene Phasen.
Auffällig ist das Laub. Die Blätter bleiben den Winter über am Strauch, sind oberseits glänzend dunkelgrün und unterseits von winzigen Schuppenhaaren silbrig überzogen. Diese Schuppen sind auch der Grund für den Namen: Sie geben der Pflanze einen metallischen Schimmer, der bei Sonne und Wind ständig wechselt.
Wie alle Ölweiden lebt sie in Symbiose mit Frankia-Bakterien an den Wurzeln. Diese binden Stickstoff aus der Luft — die Pflanze versorgt sich also zu einem guten Teil selbst und kommt deshalb auch auf mageren, sandigen Böden zurecht.

Hecke & Sichtschutz
Ein Sichtschutz, der im Winter nicht verschwindet
Die meisten Heckenpflanzen werfen im Herbst ihr Laub ab — und plötzlich schaut man sich mit den Nachbarn wieder in den Garten. Die Wintergrüne Ölweide behält ihre Blätter und bleibt auch im Januar dicht.
Sie ist gut schnittverträglich und lässt sich sauber in Form halten. Die kompakte Sorte 'Compacta' bleibt bei 1,5–2,5 m und eignet sich für niedrigere Hecken und den Kübel; die Wildform wächst mit 2–5 m deutlich kräftiger und wird gern als hoher Sicht- und Windschutz gepflanzt.
Ein leichtes Auslichten alle zwei bis drei Jahre genügt. Der Pflanzabstand in der Hecke liegt bei 1–2 m, der Boden sollte durchlässig sein — Staunässe ist das Einzige, was sie wirklich nicht verträgt.

Späte Blüte
Wenn sonst nichts mehr blüht
Während die meisten Gehölze im Frühjahr blühen, dreht die Wintergrüne Ölweide den Kalender um: Ihre Blüten öffnen sich im Oktober und November. Sie sind klein, cremeweiß und hängen glockenförmig unter den Blättern — man sieht sie kaum, aber man riecht sie.
Für Insekten ist das bemerkenswert. In einer Jahreszeit, in der das Nahrungsangebot fast überall zu Ende ist, findet sich hier noch etwas. An milden Novembertagen wird die Hecke regelmäßig angeflogen.
Aus den Blüten entwickeln sich die kleinen, rot gefärbten und silbrig gesprenkelten Beeren mit ihrem saftigen, süß-säuerlichen Fruchtfleisch. Sie liefern viel Vitamin C und enthalten daneben Polyphenole, Flavonoide und Carotinoide.
Die anderen Ölweiden
Leidenschaft für Pflanzen
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