Prunus armeniaca · auf Winterhärte gezüchtet

Aprikosen, die auch nördlich der Weinbaugrenze tragen

'Harlayne', 'Somo', 'Goldrich' und 'Ungarische Beste' — Sorten, die auf Frosthärte und Blütensicherheit selektiert wurden. Bis −25 bis −28 °C winterhart, selbstfruchtbar.

Ein Baum genügt

Alle vier Sorten sind selbstfruchtbar und tragen ohne Partner. Eine zweite Aprikose steigert den Ertrag zusätzlich — nötig ist sie nicht. Alle sind auch als Kübelpflanze ab 40–60 Litern geeignet.

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Winterhart bis −25 bis −28 °C

'Somo' und 'Harlayne' sind gezielt auf Frosthärte gezüchtet — kanadische und mitteleuropäische Selektionen, keine Mittelmeersorten.

20 bis 60 kg pro Baum

'Somo' bringt unter guten Bedingungen bis zu 60 Kilo. Die Früchte lösen gut vom Stein — das macht Einkochen und Einfrieren zur Fleißarbeit statt zur Geduldsprobe.

Selbstfruchtbar

Kein zweiter Baum nötig. Für kleine Gärten und Terrassen der entscheidende Unterschied zu Süßkirsche oder Apfel.

Ernte im Juli

'Harlayne' reift mittelfrüh im Juli, 'Somo' folgt später. Beide zusammen verlängern die Aprikosenzeit deutlich.

Ernte im Juli

Eine reife Aprikose vom eigenen Baum

Handelsware wird hart geerntet, weil sie sonst den Transport nicht übersteht. Der Unterschied zu einer Frucht, die am Baum ausreifen durfte, ist der Grund, warum sich der Baum lohnt.

Aus Zentralasien, nicht aus dem Mittelmeerraum

Was ist eine Aprikose?

Die Aprikose (Prunus armeniaca) stammt trotz ihres Rufs nicht aus dem Mittelmeerraum, sondern aus Zentralasien — aus Regionen mit heißen Sommern und strengen Wintern. Genau deshalb gibt es Sorten, die bei uns problemlos durchhalten.

Der Baum bleibt mit 3,5 bis 5 Metern überschaubar und wächst breitbuschig bis rundkronig. Er blüht früh, oft schon im April, und reift im Juli.

Die Früchte enthalten Beta-Carotin — der Farbstoff, der sie orange macht — dazu Vitamin C, Kalium, Ballaststoffe und Polyphenole wie Rutin.

April

Die früheste Blüte im Obstgarten

Wenn die Aprikose blüht, ist sonst noch fast nichts los. Für Bienen und Hummeln ist das eine der ersten großen Nahrungsquellen des Jahres — ein hoher ökologischer Wert, den kaum ein anderer Obstbaum zu diesem Zeitpunkt bietet.

Für dich ist es ein Risiko und eine Chance zugleich: Kommt sie ohne Frost durch, hängt der Baum im Juli voll. Deshalb lohnt es, den Standort mit Bedacht zu wählen — und im Zweifel zwei Bäume an verschiedene Stellen zu setzen.

Alle unsere Sorten sind selbstfruchtbar, die Bestäubung selbst ist also kein Engpass. Was zählt, sind Insektenflug und Temperatur in diesen zwei Wochen.

Ehrlich gesagt

Der Winter ist nicht das Problem — der April ist es

Aprikosen blühen sehr früh. Oft schon Anfang April, manchmal Ende März. Der Baum selbst hält −25 °C aus, die offene Blüte aber nur wenige Minusgrade. Ein Spätfrost in der Blütezeit kostet die Ernte des ganzen Jahres — nicht den Baum, aber die Früchte.

Der Standort entscheidet mehr als die Sorte. Eine Lage, die morgens nicht sofort in der Sonne liegt, ist besser als die klassische Südwand: Erfrorene Blüten nehmen mehr Schaden, wenn sie schnell auftauen. Ideal ist eine geschützte West- oder Südwestwand, eine Hanglage oder ein Platz im Windschatten. In ausgesprochenen Frostlagen ist der Kübel die sicherste Lösung — in der Blütezeit lässt er sich bei Frostnächten einfach an die Hauswand rücken.

Und sie mögen keine nassen Füße. Staunässe ist die zweithäufigste Ursache, warum eine Aprikose eingeht. Durchlässiger, eher magerer Boden, keine schwere Lehmsenke. 'Harlayne' gilt zusätzlich als gut monilia-tolerant, was Triebsterben nach feuchten Frühjahren unwahrscheinlicher macht.

Unsere Empfehlung: Wer in einer Weinbaulage wohnt, kann jede der vier Sorten freistehend pflanzen. In kühleren oder frostgefährdeten Lagen: 'Somo' oder 'Harlayne' — die frosthärtesten — und lieber in den Kübel als an die exponierteste Stelle im Garten.

Frisch, Kuchen, Marmelade, Tiefkühler

Was man mit Aprikosen macht

Frisch ist der Grund, warum man sie pflanzt. Eine am Baum ausgereifte Aprikose hat mit Supermarktware wenig gemein — süß, saftig, mit deutlichem Aroma statt der typischen mehligen Härte.

Kuchen und Konfitüre sind der Klassiker, und hier zahlt sich die gute Steinlöslichkeit von 'Somo' aus: halbieren, Kern raus, fertig.

Einfrieren funktioniert bei Aprikosen besonders gut — halbiert und entsteint auf einem Blech vorfrieren, dann in den Beutel. So hat man im Januar noch den Juli.

Unsere Vision

Leidenschaft für Pflanzen

Wir haben die Vision einer lebendigen Welt — voller Vielfalt, gesunder Böden und köstlicher Früchte.

Eine Welt, in der Mensch und Natur wieder zusammenarbeiten — im Garten, in der Stadt, auf dem Acker.

Wir sind überzeugt: Es gibt keinen echten Mangel. Nur ungenutztes Potenzial und verlorenes Wissen. Wir haben selbst erlebt, wie aus ausgelaugten Böden wieder fruchtbare, artenreiche Lebensräume entstehen — produktiv, widerstandsfähig und voller Leben.

Und genau das bringen wir zurück:

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Seit über 15 Jahren beschäftigen wir uns mit den besten essbaren Pflanzen für das mitteleuropäische Klima — robust, ertragreich und nachhaltig.

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