Prunus tomentosa · Nanking-Kirsche

Koreakirsche — die erste Ernte des Jahres

Sie blüht, wenn sonst noch fast nichts blüht, und trägt schon im Juni. Winterhart bis −35 °C, kompakt genug für jede Hecke — und es gibt sie in Rot und in Weiß.

Zwei Sträucher, doppelte Ernte

Die Koreakirsche trägt am besten zu zweit. Die Wildform setzt auch allein Früchte an, reicher aber mit einem Partner; 'White Ninja' braucht eine zweite Prunus tomentosa in der Nähe. Rot und Weiß nebeneinander bestäuben sich gegenseitig — und ergeben eine Ernte in zwei Farben.

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Koreakirsche 'White Ninja'Koreakirsche 'White Ninja'
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Winterhart bis −35 °C

Sie stammt aus Nordchina, Korea und der Mongolei — kontinentales Klima mit harten Wintern. In Deutschland ist sie damit überall winterhart, ohne jeden Schutz.

Ernte ab Juni

Die Wildform reift im Juni und Juli — Wochen vor jeder Süßkirsche. 'White Ninja' folgt im Juli und August. Beide zusammen ergeben ein langes Erntefenster.

Eine der frühesten Blüten im Garten

März und April, der ganze Strauch weiß bis zartrosa überzogen. Für Wildbienen und Hummeln ist das eine der ersten großen Nahrungsquellen des Jahres.

Kompakt und heckentauglich

2 bis 3 Meter, dicht verzweigt, buschig. Passt in kleine Gärten, in essbare Hecken und in den Kübel ab 40–60 Litern.

Juni und Juli

Ein Strauch, der sich rot färbt

Die Früchte sitzen dicht an den Trieben, oft in Zweierpaaren. Sie sind klein — ein bis anderthalb Zentimeter — dafür in solcher Zahl, dass ein etablierter Strauch fünf bis zehn Kilo bringt.

Botanisch eine echte Kirsche

Was ist die Koreakirsche?

Die Koreakirsche (Prunus tomentosa) ist eine echte Kirsche — aber eine, die als Strauch wächst statt als Baum. Im Englischen heißt sie Nanking cherry, nach der chinesischen Stadt; ihr natürliches Gebiet reicht von Nordchina über Korea bis in die Mongolei.

Tomentosa heißt „filzig“ und beschreibt die Blätter: fein behaart, matt, leicht runzelig. Zusammen mit dem dichten Wuchs macht sie das zu einem guten Heckengehölz — sie lässt sich schneiden und bleibt trotzdem fruchtbar.

Die Früchte sind kleine Steinfrüchte mit dünner Schale und saftigem, weichem Fleisch. Geschmacklich liegen sie zwischen Süß- und Sauerkirsche: süß-säuerlich mit klarer Kirschnote.

März und April

Sie blüht, bevor der Garten wach ist

Die Koreakirsche gehört zu den ersten Gehölzen, die im Jahr aufblühen — oft schon im März, deutlich vor Apfel, Birne und Süßkirsche. Der ganze Strauch überzieht sich mit weißen bis zartrosa Blüten, die direkt an den Trieben sitzen.

Für Insekten ist dieser Zeitpunkt der wertvollste im ganzen Jahr: Wildbienen und Hummelköniginnen starten ihre ersten Generationen und finden noch kaum Nahrung. Ein blühender Strauch dieser Größe ist dann eine ganze Tankstelle.

Für dich heißt es: Ernte ab Juni — die früheste Kirsche, die du pflanzen kannst.

'White Ninja'

Weiße Kirschen — der Trick gegen die Vögel

Amseln und Stare finden rote Früchte über die Farbe. Was nicht rot leuchtet, übersehen sie oft — genau darauf zielt 'White Ninja' ab: cremeweiße Kirschen, geschmacklich den roten ebenbürtig, aber deutlich seltener abgeräumt.

Die Früchte sind dazu größer als die der Wildform: 2 bis 2,5 Zentimeter, 5 bis 8 Gramm, saftig und mit mildem Säureprofil. Eine moderne osteuropäische Auslese, die genau auf Fruchtgröße und Geschmack selektiert wurde.

Nebenbei ist der Kontrast im Korb hübsch: Rot und Weiß nebeneinander sieht nach etwas aus, das man nicht kaufen kann.

Ehrlich gesagt

Was du über die Koreakirsche wissen solltest

Die frühe Blüte ist Chance und Risiko zugleich. Wer im März blüht, kann in einem harten Jahr einen Spätfrost abbekommen. Die Koreakirsche blüht allerdings so massiv, dass meist genug Blüten durchkommen — und ihre Frosthärte gilt auch für die Knospen. Ein leicht geschützter Standort ist trotzdem die sicherere Wahl als die offene Ostlage.

'White Ninja' braucht einen Partner. Allein setzt sie kaum Früchte an. Es muss keine bestimmte Sorte sein — jede zweite Prunus tomentosa in der Nähe genügt, auch die Wildform. Wer nur eine Pflanze möchte, nimmt die Wildform: die trägt auch solo.

Die Früchte sind nichts für die Vorratskammer. Dünne Schale, weiches Fleisch — sie sind wunderbar frisch und werden im Kühlschrank innerhalb weniger Tage weich. Wer größere Mengen erntet, verarbeitet sie am selben Tag zu Gelee, Kompott oder Konfitüre, oder friert sie ein.

Unsere Empfehlung: Sonnig, durchlässiger Boden, kein Staunässe-Standort. Zwei Sträucher im Abstand von 1,5 bis 2 Metern — dann bestäuben sie sich gegenseitig und du erntest von Juni bis August. Schnitt nur zum Auslichten; sie fruchtet am mehrjährigen Holz.

Unsere Vision

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Wir haben die Vision einer lebendigen Welt — voller Vielfalt, gesunder Böden und köstlicher Früchte.

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