Ziziphus jujuba · Chinesische Dattel

Jujube — winterhart bis −25 °C, süß wie eine Dattel

In China seit über 4.000 Jahren kultiviert, bei uns fast unbekannt: ein genügsamer Kleinbaum, der Trockenheit wegsteckt, erst spät blüht — und knackige Früchte mit Honignote trägt.

Selbstfruchtbar

Eine einzelne Jujube trägt bereits Früchte — du brauchst keinen zweiten Baum, um zu ernten. Steht eine weitere Jujube in der Nähe, fällt der Fruchtansatz erfahrungsgemäß aber deutlich reicher aus. Beide Sorten hier passen dafür zusammen.

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Winterhart bis −25 °C

Eine der frosthärtesten Exoten überhaupt. Ausgewachsen übersteht sie strenge Winter im Freiland — junge Pflanzen bekommen die ersten Jahre besser einen leichten Schutz.

Blüht spät — und entgeht dem Spätfrost

Die Blüte kommt erst im Mai und Juni, wenn Frostnächte längst vorbei sind. Das macht sie verlässlicher als Aprikose oder Pfirsich, die regelmäßig erfrieren.

Trockenheit ist ihr Element

Sie stammt aus Halbwüsten und kommt mit wenig Wasser aus. Auf mageren, durchlässigen Böden wächst sie besser als auf fetter Gartenerde.

Kompakt und kübeltauglich

Mit 3–5 Metern bleibt sie überschaubar, im Kübel ab 40–60 Litern noch kleiner. Keine Ausläufer, keine Wurzelbrut.

Seit über 4.000 Jahren in Kultur

Die Frucht, die China „rote Dattel“ nennt

In China zählt die Jujube zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt — frisch geerntet knackt sie wie ein kleiner Apfel, getrocknet schmeckt sie wie eine Dattel. Bei uns kennt sie fast niemand, dabei ist sie robuster als die meisten heimischen Obstbäume.

Botanisch eine Steinfrucht

Was ist die Jujube?

Die Jujube (Ziziphus jujuba) gehört zu den Kreuzdorngewächsen und stammt aus China, wo sie seit mehr als 4.000 Jahren angebaut wird. Ihre Früchte heißen dort hong zao — rote Dattel — obwohl sie mit der echten Dattelpalme nicht verwandt ist.

Botanisch ist sie eine Steinfrucht wie Kirsche oder Pflaume. Jung ist sie grün-gelb und knackt beim Hineinbeißen wie ein Apfel; voll ausgereift wird sie rotbraun, runzelig und schmeckt konzentriert süß mit Honignote — dann erinnert sie tatsächlich an eine Dattel. Beide Stadien sind essbar, es ist eine Frage des Geschmacks.

Der Baum bleibt mit 3–5 Metern klein, wächst leicht überhängend und färbt sich im Herbst goldgelb. Im Alter wird die Rinde tief gefurcht — eine Pflanze, die auch ohne Früchte Charakter hat.

Der unterschätzte Vorteil

Späte Blüte — und deshalb verlässlich

Die kleinen, sternförmigen Blüten öffnen sich erst im Mai und Juni, wenn die Spätfröste vorbei sind. Genau das ist bei uns der entscheidende Punkt: Aprikosen, Pfirsiche und Mandeln blühen im März und verlieren in manchen Jahren die komplette Ernte an eine einzige Frostnacht. Der Jujube passiert das nicht.

Die Blüten duften unauffällig süß und werden von Bienen gern angeflogen — für Insekten sind sie eine willkommene Tracht zu einer Zeit, in der die große Obstblüte schon vorbei ist.

Geerntet wird ab September bis in den Oktober, bei später Reife auch noch danach. Die Früchte hängen fest am Baum und lassen sich nach und nach pflücken.

Ehrlich gesagt

Was du über die Jujube wissen solltest

Der Winter ist ihr geringstes Problem. Mit rund −25 °C gehört die Jujube zu den frosthärtesten Exoten, die wir führen — härter als Feige, Granatapfel oder Olive. Nur in den ersten Jahren, solange der Baum jung ist, lohnt ein leichter Winterschutz am Stamm.

Aber sie will Sommerwärme. Das ist die eigentliche Bedingung. Die Jujube stammt aus Regionen mit langen, heißen Sommern, und genau die braucht sie für den Fruchtansatz. Aus kühlen, verregneten Sommern wird berichtet, dass die Blüten schlicht abfallen, ohne Früchte anzusetzen — der Baum bleibt gesund, die Ernte fällt aus. In einem warmen Jahr an einer Südwand oder in einer Weinbaulage sieht das völlig anders aus.

Und sie reift spät. Die Ernte zieht sich von September bis in den Oktober, in kühleren Jahren auch länger. Wird der Herbst früh nass und kalt, reifen nicht alle Früchte vollständig aus. Frisch essbar sind sie trotzdem — nur die volle Dattelsüße entsteht erst mit Wärme und Zeit.

Unsere Empfehlung: Die wärmste Stelle im Garten — Südwand, Innenhof, geschützte Hanglage — und ein durchlässiger, eher magerer Boden. Wer kühler wohnt, hält sie im Kübel und stellt sie im Sommer an die Hauswand. Der Baum selbst hält bei uns problemlos durch; es geht allein um die Frage, wie zuverlässig er trägt.

Frisch, getrocknet, als Tee

Was man mit Jujuben macht

Frisch vom Baum schmecken sie wie eine Mischung aus Apfel und Birne — knackig, saftig, mild süß. So isst man sie in China als Snack, mitsamt der dünnen Schale; nur der kleine Kern bleibt übrig.

Getrocknet werden sie zur eigentlichen „roten Dattel“: Das Fruchtfleisch konzentriert sich, die Süße wird tief und karamellig. Getrocknete Jujuben halten monatelang und sind in ganz Ostasien ein Vorratsklassiker — pur, in Gebäck oder in herzhaften Suppen.

Als Tee übergießt man ein paar getrocknete Früchte mit heißem Wasser — ein milder, süßlicher Aufguss, der traditionell abends getrunken wird. Die Früchte liefern dabei Vitamin C, Kalium und Polyphenole.

Unsere Vision

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Wir haben die Vision einer lebendigen Welt — voller Vielfalt, gesunder Böden und köstlicher Früchte.

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