Akebia · Schokoladenwein

Blüten, die nach Vanille und Schokolade duften

Eine schnellwüchsige Kletterpflanze aus Ostasien, die im April violett-braun blüht — und im Herbst handgroße Früchte trägt, die aufspringen und ein helles, süßes Gelee freigeben.

Am besten zu zweit

Zwei verschiedene Akebien setzen deutlich mehr Früchte an als eine allein. Die Pflanzen bestäuben sich untereinander schlecht mit eigenem Pollen — 'Alba', 'Silver Bells' und die Wildformen ergänzen sich dabei gegenseitig. Wer nur die Blüten und das Laub will, kommt mit einer Pflanze aus.

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Dreiblättrige Akebie 'Wildform'Dreiblättrige Akebie 'Wildform'

Der Duft ist der eigentliche Grund

Im April und Mai riechen die Blüten intensiv süßlich nach Vanille und Schokolade. An einem warmen Abend trägt der Duft über die ganze Terrasse.

Begrünt eine Pergola in zwei Jahren

Sie schlingt sich 6 bis 10 Meter hoch und wächst kräftig. Zaun, Spalier, Carport, Hauswand — was du abdecken willst, deckt sie ab. Halbschatten verträgt sie problemlos.

Früchte wie aus einem anderen Klima

8 bis 12 Zentimeter lang, violett, mit dickem Fleisch. Zur Reife springen sie an einer Naht auf und zeigen ein weißes, geleeartiges Inneres — mild süß, leicht nach Melone.

Winterhart im Freiland

Die Wildformen halten −20 bis −25 °C, die Auslesen −15 bis −20 °C. In rauen Lagen lohnt in den ersten Jahren ein Schutz am Wurzelhals.

September und Oktober

Wenn die Schoten aufspringen, sind sie reif

Die Akebie sagt selbst Bescheid: Die Frucht platzt zur Reife entlang einer Naht auf und legt das helle Fruchtfleisch frei. In Japan gilt genau dieser Moment als Zeichen, dass der Herbst begonnen hat.

Aus Japan, China und Korea

Was ist der Schokoladenwein?

Akebia ist eine schlingende Kletterpflanze aus Ostasien. Bei uns heißt sie Schokoladenwein — nach der Farbe und dem Duft ihrer Blüten, nicht nach dem Geschmack der Frucht.

Wir führen zwei Arten: die fünfblättrige Akebia quinata mit den handförmig geteilten Blättern und die dreiblättrige Akebia trifoliata, die etwas größere, dickschaligere Früchte trägt. Beide sind halbimmergrün — in milden Wintern behalten sie einen Teil des Laubs.

Die Frucht ist botanisch eine Balgfrucht, keine Beere: eine dicke, fleischige Hülle, die sich zur Reife an einer Seite öffnet. Gegessen wird das weiße, geleeartige Innere mit seinen vielen schwarzen Samen — mild süß, zuckerreich, kaum Säure, mit einer Note von Melone und Banane.

April und Mai

Die Blüte, der sie ihren Namen verdankt

An derselben Pflanze hängen zwei Sorten Blüten: kleine männliche in Trauben und größere weibliche mit auffälligen dunklen Narben. Bei der Wildform sind sie violett-braun bis schokoladenfarben — daher der deutsche Name.

Der Duft ist ungewöhnlich intensiv für eine so unscheinbare Blüte: süßlich, vanillig, an warmen Tagen über mehrere Meter wahrnehmbar. Wer die Pflanze an einen Sitzplatz stellt, hat wochenlang etwas davon.

Die hellen Auslesen setzen einen anderen Akzent: 'Alba' blüht rein weiß, 'Silver Bells' silbrigweiß mit außergewöhnlich großen, glockenförmigen Blüten und dem stärksten Duft der Gruppe.

Ehrlich gesagt

Was du über den Schokoladenwein wissen solltest

Die Blüte ist sicher, die Frucht nicht. Akebien bestäuben sich mit eigenem Pollen nur schlecht. Eine einzelne Pflanze blüht zuverlässig und üppig, setzt aber oft wenige oder gar keine Früchte an. Zwei verschiedene Pflanzen erhöhen die Chance deutlich; wer sichergehen will, bestäubt mit einem Pinsel von Hand — die männlichen Blüten sitzen direkt daneben, das ist eine Sache von Minuten.

Sie wächst schneller, als du denkst. Sechs bis zehn Meter, schlingend, mit langen Peitschentrieben. Das ist genau das, was man an einer Pergola will — und ein Problem, wenn daneben ein kleiner Strauch steht, den sie einwickelt. Ein Rückschnitt nach der Blüte hält sie in Form; sie verträgt ihn gut.

Die Frucht ist eine Delikatesse, keine Mahlzeit. Essbar ist das helle Gelee im Inneren, und es steckt voller schwarzer Samen, die man ausspuckt. Die dicke Schale ist bitter — in Japan wird sie gefüllt und gebraten, roh ist sie nichts. Wer eine tropische Kuriosität sucht, wird begeistert sein; wer Obst für die Vorratskammer sucht, ist mit der Kiwibeere besser bedient.

Unsere Empfehlung: Sonnig bis halbschattig an eine stabile Kletterhilfe, durchlässiger Boden ohne Staunässe. Zwei verschiedene Sorten nebeneinander, wenn du auf Früchte aus bist. Und stell sie dorthin, wo im Frühjahr jemand sitzt — der Duft ist das, wovon am Ende alle reden.

'Alba' und 'Silver Bells'

Auch in Weiß

Neben der violett-braunen Wildform gibt es helle Auslesen, die den Charakter der Pflanze völlig verändern. 'Alba' blüht rein weiß und duftet intensiv vanillig — an einer dunklen Wand leuchtet sie förmlich.

'Silver Bells' ist die spektakulärste der Gruppe: silbrigweiße Glockenblüten, deutlich größer als bei allen anderen, mit dunklem Zentrum und dem stärksten Duft. Eine japanische Auslese, die seit den 1990ern im Handel ist.

Beide sind zugleich gute Bestäubungspartner füreinander und für die Wildformen — die Kombination aus hell und dunkel an einer Pergola sieht nicht nur gut aus, sie trägt auch besser.

Unsere Vision

Leidenschaft für Pflanzen

Wir haben die Vision einer lebendigen Welt — voller Vielfalt, gesunder Böden und köstlicher Früchte.

Eine Welt, in der Mensch und Natur wieder zusammenarbeiten — im Garten, in der Stadt, auf dem Acker.

Wir sind überzeugt: Es gibt keinen echten Mangel. Nur ungenutztes Potenzial und verlorenes Wissen. Wir haben selbst erlebt, wie aus ausgelaugten Böden wieder fruchtbare, artenreiche Lebensräume entstehen — produktiv, widerstandsfähig und voller Leben.

Und genau das bringen wir zurück:

  • 🌿 in private Gärten
  • 🌿 in urbane Räume
  • 🌿 in die Landwirtschaft

Seit über 15 Jahren beschäftigen wir uns mit den besten essbaren Pflanzen für das mitteleuropäische Klima — robust, ertragreich und nachhaltig.

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