Actinidia kolomikta · Sibirische Kiwi

Die winterhärteste Kiwi der Welt — und die schönste dazu

Sie übersteht −35 bis −40 °C, reift schon im August, und bei den panaschierten Sorten läuft das Laub im Frühjahr weiß und rosa an, als hätte jemand Farbe darüber geschüttet.

Zweihäusig — Paar nötig

Kolomikta-Kiwis haben getrennte Geschlechter. Für Früchte braucht es eine weibliche Sorte plus die männliche 'Adam' — sie bestäubt alle weiblichen Sorten, und ein 'Adam' reicht für mehrere Pflanzen. Praktischerweise ist er zugleich der mit dem farbigsten Laub.

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Sibirische Kiwi 'Adam'Sibirische Kiwi 'Adam'
Sibirische Kiwi 'Adam' Angebot44,00 €
Sibirische Kiwi 'Sentyabrskaya'Sibirische Kiwi 'Sentyabrskaya'
Sibirische Kiwi 'Dr Szymanowski'Sibirische Kiwi 'Dr Szymanowski'
Sibirische Kiwi 'Vitakola'Sibirische Kiwi 'Vitakola'

−35 bis −40 °C winterhart

Keine andere essbare Kiwi kommt da hin. Selbst in rauen, kontinentalen Lagen übersteht sie den Winter ohne Schutz.

Laub, das die Farbe wechselt

Bei 'Adam' und 'Dr Szymanowski' laufen die Blattspitzen im Frühjahr weiß an und färben sich rosa bis pink. 'Sentyabrskaya' und 'Vitakola' bleiben grün — sie sind die Ertragssorten.

Ernte schon im August

'Vitakola' und 'Dr Szymanowski' reifen früh, 'Sentyabrskaya' erst im September. Wer zwei Sorten pflanzt, erntet über Wochen statt an einem Wochenende.

Klein, süß, mit Schale essbar

Die Früchte sind glattschalig und werden ganz gegessen — kein Schälen, kein Pelz. Mild-süß mit feiner Säure.

Panaschiertes Laub

Erst weiß, dann rosa, dann grün

Im Mai laufen die Blätter von der Spitze her weiß an, bekommen einen rosa Schimmer und werden über den Sommer wieder grün. Kaum eine andere Kletterpflanze macht das — und schon gar keine, die man abernten kann. Am stärksten zeigt es der männliche 'Adam'.

Aus Ostsibirien, Nordchina, Japan

Was ist die Sibirische Kiwi?

Die Sibirische Kiwi (Actinidia kolomikta) ist die nördlichste Verwandte der Kiwi. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht bis in den Fernen Osten Russlands — daher die extreme Frosthärte von −35 bis −40 °C.

Ihre Früchte sind kleiner als die der Kiwibeere: glattschalig, grün, etwa fingerkuppengroß. Sie werden samt Schale gegessen, schmecken mild-süß mit feiner Säure und reifen deutlich früher als alle anderen Kiwi-Arten — je nach Sorte ab August.

Die Pflanze klettert schlingend auf 3–5 Meter und braucht eine stabile Rankhilfe: Spalier, Pergola, Zaun. Im Kübel ab 30–40 Litern bleibt sie kleiner und lässt sich gut führen.

Panaschierung: eine Männersache mit einer Ausnahme

Warum ausgerechnet der Bestäuber der schönste ist

Die weiß-rosa Panaschierung der Kolomikta ist überwiegend eine Eigenschaft der männlichen Pflanzen. Ausgerechnet 'Adam', den man ohnehin zur Bestäubung braucht, ist deshalb der farbigste Strauch der Gruppe — kein notwendiges Übel, sondern der Hingucker.

Die Ausnahme ist 'Dr Szymanowski': eine der wenigen weiblichen Sorten, die kräftig panaschiert. Sie trägt Früchte und färbt sich. Wer nur Platz für zwei Pflanzen hat, bekommt mit 'Adam' und 'Dr Szymanowski' beides.

'Sentyabrskaya' und 'Vitakola' bleiben grün — dafür tragen sie reicher. Der Effekt braucht außerdem Licht: An einer sonnigen bis halbschattigen Wand kommt er deutlich, im tiefen Schatten bleibt auch 'Adam' grün, und im ersten Standjahr ist meist noch wenig zu sehen.

Ehrlich gesagt

Was du über die Sibirische Kiwi wissen solltest

Der Winter macht ihr nichts — der späte Frost schon. Bei −40 °C im Januar passiert nichts, aber sie treibt früh aus. Ein scharfer Spätfrost im April kann den jungen Trieb zurückfrieren. Die Pflanze erholt sich, die Ernte des Jahres kann dabei aber verloren gehen. Ein geschützter Standort — Hauswand, Innenhof, windgeschützte Ecke — löst das Problem weitgehend.

Du brauchst zwei Pflanzen. Kolomikta ist zweihäusig: männlich und weiblich sind getrennte Pflanzen. Ohne 'Adam' in der Nähe trägt keine der weiblichen Sorten. Ein Männchen reicht für mehrere Weibchen, aber ganz ohne geht es nicht — anders als bei der selbstfruchtbaren 'Issai'.

Katzen mögen sie. Actinidia enthält Stoffe, auf die Katzen ähnlich reagieren wie auf Katzenminze — junge Triebe werden gelegentlich verbissen oder ausgegraben. In den ersten Jahren hilft ein Drahtkorb um den Stammfuß, danach ist die Pflanze robust genug.

Unsere Empfehlung: Eine weibliche Sorte für die Ernte, dazu 'Adam' für die Bestäubung — und weil er der farbigste ist, stellst du ihn am besten dorthin, wo man ihn sieht. Beide an eine geschützte Wand, Rankhilfe von Anfang an.

Verwandte Pflanzen

Die anderen Kiwi-Arten

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