Die Gojibeere
Leuchtend rote Beeren von August bis in den Oktober, selbstfruchtbar und winterhart bis -25 °C. Ein Strauch, der mit magerem Boden besser zurechtkommt als mit gutem.
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Ningxia, Nordchina
Was die Gojibeere eigentlich ist
Botanisch ist sie keine Beere im landläufigen Sinn, sondern ein Nachtschattengewächs, also näher mit Tomate, Kartoffel und Paprika verwandt als mit Himbeere oder Heidelbeere. Die violetten Blüten verraten das sofort.
Auf Deutsch heißt sie Gemeiner Bocksdorn. In Nordchina, vor allem in der Region Ningxia, wird sie seit Jahrhunderten angebaut, und von dort stammen auch die Nummernsorten, die heute weltweit kultiviert werden.
Der Strauch wird 2 bis 3 Meter hoch und wächst locker mit langen, überhängenden Trieben. Wer ihn kompakt haben will, schneidet ihn jährlich zurück.

Frisch, getrocknet, als Tee
Was man daraus macht
Frisch schmecken sie anders, als viele erwarten: süß-säuerlich mit einer leicht herben Note, nicht so konzentriert süß wie die getrockneten aus dem Laden. Das ist kein Mangel, sondern der Unterschied zwischen frischem und getrocknetem Obst.
Getrocknet halten sie ein Jahr und sind die klassische Verwendung: im Müsli, im Tee, in Suppen.
Die Früchte enthalten Polysaccharide, Carotinoide und Vitamin C. Das Carotinoid ist auch der Grund für die kräftige Farbe.

Standort, Schnitt, Ausläufer
Aus der Praxis
Volle Sonne, durchlässiger Boden. Auf schwerem, nassem Untergrund kümmert sie. Ein sandiger, magerer Platz, an dem anderes Obst nicht mehr will, ist für sie ideal.
Sie bildet Ausläufer. Im Beet lohnt sich ein Blick im Frühjahr, was neben der Pflanze aufgelaufen ist. Im Kübel stellt sich die Frage nicht.
Schnitt hält sie in Form. Ohne Rückschnitt wird sie sparrig und hängt auseinander. Ein kräftiger Schnitt im Spätwinter bringt neue, gut tragende Triebe.
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