Jostabeere — Johannisbeere und Stachelbeere in einer Pflanze
Größere Beeren als die Johannisbeere, keine Dornen wie bei der Stachelbeere, winterhart bis −30 °C und praktisch immun gegen Mehltau. Eine der unkompliziertesten Beeren überhaupt.
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Ribes nigrum × Ribes uva-crispa
Was ist eine Jostabeere?
Der Name ist ein Kunstwort aus Johannisbeere und Stachelbeere. Die Kreuzung gelang in Deutschland — botanisch heißt sie Ribes × nidigrolaria, zusammengesetzt aus den Artnamen der Eltern.
Von der Schwarzen Johannisbeere hat sie die dunkle Farbe, den Vitaminreichtum und die Robustheit. Von der Stachelbeere die Fruchtgröße und das mildere Aroma. Die Dornen sind bei der Kreuzung verloren gegangen — ein glücklicher Zufall.
Der Strauch wird 1,5 bis 2 Meter hoch, wächst locker buschig und ist ausgesprochen pflegeleicht. Halbschatten verträgt er gut, und im Kübel ab 30–40 Litern wächst er ebenfalls.

Naschen, Konfitüre, Saft, Backen
Was man mit Jostabeeren macht
Frisch sind sie das, was die Jostabeere von ihren Eltern abhebt: groß genug zum Naschen, süß genug ohne Zucker, und man muss keine Rispen abzupfen.
Konfitüre und Saft werden tiefdunkelrot und schmecken voller als reine Johannisbeere — die Stachelbeernote gibt eine zusätzliche Ebene.
Und weil sie ab Anfang Juli reift, füllt sie die Lücke zwischen Erdbeere und Sommerobst.

Johannisbeere und Stachelbeere gibt es natürlich auch einzeln
Wer die klassische Cassis-Note will, nimmt die Schwarze Johannisbeere; wer die feine Säure für Kuchen sucht, die grüne Stachelbeere. Alle drei gehören zur Gattung Ribes und passen nebeneinander ins selbe Beet.
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