





Süßkirsche 'Große Schwarze Knorpelkirsche' - Buschbaum
Botanischer Name: Prunus avium
Historische Sorte – erstmals 1540 erwähnt
Späte Ernte – verlängert die Kirschsaison bis Ende Juli
Kräftig färbender Saft – ideal für Saft und Likör

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Süßkirsche 'Große Schwarze Knorpelkirsche' - Buschbaum
Die 'Große Schwarze Knorpelkirsche' ist eine der ältesten Kirschsorten, die wir führen – erstmals 1540 in Frankreich erwähnt und bis heute in Streuobstwiesen zu finden. Ihre Früchte sind mittelgroß, rundlich und dunkelbraunrot, in Vollreife fast schwarzviolett. Das Fruchtfleisch ist dunkelrot, fest und sehr saftreich; der Saft färbt kräftig – was sie zur ersten Wahl für Saft, Likör und alles macht, wo Farbe erwünscht ist.
Geschmacklich ist sie süß und aromatisch, von feiner Säure getragen. Ein Hinweis, der bei dieser Sorte den Unterschied macht: Sie braucht Zeit. Zu früh gepflückt bleibt ein leichter Bitterton – erst wenn die Frucht durchgefärbt rotbraun ist, verschwindet er und das volle Aroma kommt durch. Geerntet wird spät, in der 5. bis 6. Kirschwoche, also etwa Mitte bis Ende Juli, und wie bei allen alten Sorten über mehrere Durchgänge. Als Knorpelkirsche bleibt sie fest, lässt sich dank kleinem Stein gut verarbeiten und eignet sich für Frischverzehr ebenso wie fürs Einmachen und Backen.
Der Baum wächst stark und aufrecht und bildet auffallend steile, wenig verzweigte Leitäste – hier lohnt ein konsequenter Erziehungsschnitt in den ersten Jahren, sonst verkahlt die Krone von innen. Die Erträge sind hoch und regelmäßig. Die Blüte hält lange an und ist witterungsrobust. Bei anhaltendem Regen kurz vor der Ernte kann die Frucht aufplatzen, und die späte Reife macht sie für die Kirschfruchtfliege interessanter als frühe Sorten – ein warmer, luftiger Standort und rechtzeitige Ernte helfen. Sie ist nicht selbstfruchtbar; ein passender Bestäuber ist nötig. Wichtig: 'Hedelfinger Riesenkirsche' ist mit dieser Sorte intersteril und als Bestäuber ungeeignet – auch wenn das oft anders zu lesen ist. Gut geeignet ist die selbstfruchtbare 'Lapins'.
Steckbrief
3–4 m
2,5–3,5 m
-25°C bis -28°C
5.–6. Kirschwoche (Mitte bis Ende Juli)
Süß und aromatisch, von feiner Säure getragen; bei voller Reife verschwindet der leichte Bitterton.
Bestäubersorte erforderlich
Nein
Sonne
Unsere meistgekauften Pflanzen
Botanicum
Süßkirsche 'Große Schwarze Knorpelkirsche' - Buschbaum
Botanischer Name: Prunus avium
Wuchshöhe (Natur): 3–4 m
Im Garten (kultiviert):
Wuchsbreite: 2,5–3,5 m
Wuchsform: Starker, aufrechter Wuchs mit steilen, wenig verzweigenden Leitästen und breitkugeliger Krone; braucht konsequenten Erziehungsschnitt.
Wuchsgeschwindigkeit: Stark
Ausläufer: Nein
Wurzeltyp: Pfahl- bis Herzwurzel
Herbstfärbung: Gelb
Frucht: Mittelgroße, rundliche bis rund-eiförmige Früchte, dunkelbraunrot, in Vollreife schwarzrot bis braunviolett; feste Haut, kleiner Stein.
Fruchtfleisch: Dunkelrot, fest und sehr saftreich; Saft schwarzrot und stark färbend (Knorpelkirsche).
Fruchtgröße: Mittelgroß, ca. 4,5–5 g je Frucht
Erntezeit: 5.–6. Kirschwoche (Mitte bis Ende Juli)
Geschmack: Süß und aromatisch, von feiner Säure getragen; bei voller Reife verschwindet der leichte Bitterton.
Verwendung: Frischverzehr, Einmachen, Backen, Saft, Likör
Inhaltsstoffe: Vitamin C, Kalium, Anthocyane sowie Polyphenole wie Quercetin und Catechine.
Essbare Teile: Früchte
Ertragsbeginn: Ab dem 3.–4. Standjahr
Bestäubung: Bestäubersorte erforderlich
Bestäubungspartner: Gut geeignet ist die selbstfruchtbare 'Lapins'. Wichtig: 'Hedelfinger Riesenkirsche' ist mit dieser Sorte intersteril und als Bestäuber ungeeignet.
Bestäubung durch: Bienen, Hummeln und andere Insekten
Blütezeit: April
Blütenfarbe: Weiß
Nahrung für Insekten: Hoch
Nützlich für: Bienen, Insekten, Vögel, Kleinsäuger
Lichtanspruch: Sonne
Natürliches Habitat: Lichte Wälder, Waldränder, humose Berglagen
Boden: Tiefgründig, humos, kalktolerant; warme, nährstoffreiche Standorte bringen die beste Fruchtqualität.
Bodenart: Schluff, Lehm, sandig-lehmig, Sand, Ton, humusreich
pH-Wert: 6-7,5
Wasserbedarf: Mittel
Pflanzabstand Garten: 3–4 m
Düngung für optimalen Ertrag: Jährlich Kompost im Frühjahr; Stickstoff nur moderat.
Pflanzung: Ganzjährig im frostfreien Boden
Pflanzenschnitt: Konsequenter Erziehungsschnitt in den ersten Jahren, da die Leitäste steil und wenig verzweigt wachsen; danach regelmäßiges Auslichten, Winterschnitt bevorzugt.
Winterschutz: Kein Schutz nötig.
Für Kübel geeignet: Nein
Winterhärte: -25°C bis -28°C
Spätfrostgefahr: Gering
Krankheiten / Resistenzen: Mittlere Platzanfälligkeit bei Regen kurz vor der Ernte; durch die späte Reife stärker durch Kirschfruchtfliege und Kirschessigfliege gefährdet. Braucht einen warmen, nährstoffreichen Standort für volle Fruchtqualität.
Windverträglichkeit: Mittel–Hoch
Salzverträglichkeit: Gering
Abgasverträglichkeit: Mittel
Sortenentstehung: Sehr alte französische Sorte, erstmals 1540 erwähnt; Abstammung unbekannt. Heute wird vorwiegend die Herkunft 'Diemitz' angebaut.
Synonyme: Prinzenkirsche, Braune Knorpelkirsche, Schwarze Lothkirsche, Bigarreau Noir, Weilheimer Riesen
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