Rubus phoenicolasius · Wildobst aus Ostasien

Die Japanische Weinbeere

Leuchtend rote, glänzende Beeren mit weinartigem Aroma, und dazu das Auffälligste an ihr: rot behaarte Triebe, die im Winter aussehen wie beleuchtet. Selbstfruchtbar, robust und winterhart bis -25 °C.

Selbstfruchtbar & robust

Selbstfruchtbar, und zu zweit noch ertragreicher. Die Japanische Weinbeere bestäubt sich selbst, eine zweite Pflanze oder eine andere Rubus-Art in der Nähe steigert den Ertrag aber spürbar: Die Beeren setzen dichter an und werden größer. Gegen die Krankheiten, die Kulturhimbeeren zu schaffen machen, gilt sie als weitgehend unempfindlich.

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Japanische WeinbeereJapanische Weinbeere
Japanische Weinbeere Angebot18,00 €

Rot behaarte Triebe

Der ganze Strauch ist mit weichen, roten Drüsenhaaren besetzt. Im Gegenlicht und im Winter am kahlen Trieb ist das der eigentliche Hingucker.

Weinartiges Aroma

Süß-säuerlich mit einer feinen Herbe, kräftiger als eine Himbeere. Daher der Name. Ernte im Juli und August, 2 bis 4 kg pro Strauch.

Gut für Insekten

Blüte im Mai und Juni, reich angeflogen. Vögel gehen später an die Früchte, das sollte man einplanen.

Winterhart bis -25 °C

Spätfrost macht ihr wenig aus, weil sie später austreibt. Im Kübel ab 30 bis 40 Litern wächst sie ebenfalls.

Ernte im Juli und August

Eine Wildbeere, die man nicht kaufen kann

Die Früchte sind weich und halten sich kaum zwei Tage. Deshalb steht die Japanische Weinbeere in keinem Supermarkt und ist selbst auf Märkten eine Rarität. Wer sie probieren will, pflanzt sie.

Japan, Korea, China

Was die Japanische Weinbeere besonders macht

Die Frucht bleibt eingepackt, bis sie reif ist. Die klebrigen, behaarten Kelchblätter umschließen die junge Beere vollständig und öffnen sich erst kurz vor der Reife. Das sieht aus wie kleine rote Sterne am Trieb und schützt die Frucht, solange sie noch nichts taugt.

Die Triebe tragen keine Stacheln im eigentlichen Sinne, sondern dichte rote Drüsenhaare mit einzelnen weichen Borsten. Anfassen kann man sie, im Winter leuchten sie rötlich.

Sie ist eine Wildart aus Japan, Korea und China, keine Züchtung. Nach Europa kam sie 1876 über Frankreich, zunächst als Zierpflanze.

Naschen, Gelee, Likör

Was man daraus macht

Frisch vom Strauch ist sie am besten, und weil sie über mehrere Wochen nach und nach reift, isst man sie ohnehin meist direkt im Garten.

Gelee und Likör nehmen das weinartige Aroma gut auf. Für Marmelade lohnt es sich, sie mit Himbeeren zu mischen, weil ihre eigene Süße eher zurückhaltend ist.

Sie enthält Vitamin C, Anthocyane und Gerbstoffe. Die Gerbstoffe sind der Grund für die leichte Herbe im Abgang.

Schnitt, Standort, Ausbreitung

Aus der Praxis

Sie trägt am zweijährigen Holz. Nach der Ernte kommen die abgetragenen Ruten heraus, die neuen bleiben stehen. Ein Spalier hilft, weil die Triebe bogig überhängen und sich dort bewurzeln, wo sie den Boden berühren.

Sonne bis Halbschatten, gleichmäßig feucht. Ausläufer macht sie kaum, sie bleibt also kompakt.

Ein ehrliches Wort: Vögel verbreiten die Samen. In Nordamerika hat sie sich dadurch stark ausgebreitet und gilt dort als invasiv, in Deutschland ist sie bisher nur vereinzelt verwildert. Wer am Waldrand pflanzt, hält die herabhängenden Triebe kurz und lässt nicht alles ausreifen.

Unsere Vision

Leidenschaft für Pflanzen

Wir haben die Vision einer lebendigen Welt — voller Vielfalt, gesunder Böden und köstlicher Früchte.

Eine Welt, in der Mensch und Natur wieder zusammenarbeiten — im Garten, in der Stadt, auf dem Acker.

Wir sind überzeugt: Es gibt keinen echten Mangel. Nur ungenutztes Potenzial und verlorenes Wissen. Wir haben selbst erlebt, wie aus ausgelaugten Böden wieder fruchtbare, artenreiche Lebensräume entstehen — produktiv, widerstandsfähig und voller Leben.

Und genau das bringen wir zurück:

  • 🌿 in private Gärten
  • 🌿 in urbane Räume
  • 🌿 in die Landwirtschaft

Seit über 15 Jahren beschäftigen wir uns mit den besten essbaren Pflanzen für das mitteleuropäische Klima — robust, ertragreich und nachhaltig.

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