Die Erdbeer-Himbeere
Bis zu 5 cm lange, leuchtend rote Früchte und schneeweiße Blüten von 4 bis 5 cm, beides gleichzeitig von Juli bis in den Herbst. Ein niedriger, essbarer Bodendecker, der ohne Winterschutz auskommt.
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Rubus illecebrosus
Weder Erdbeere noch Himbeere
Der Name führt in die Irre: Die Erdbeer-Himbeere ist keine Kreuzung, sondern eine eigene Wildart aus Japan, 1899 wissenschaftlich beschrieben. Sie sieht nur so aus, als hätte jemand beides zusammengebracht.
Botanisch gehört sie zu den Himbeeren. Der Wuchs ist aber ein ganz anderer: ein niedriger Halbstrauch mit aufrechten Ruten, der im Winter komplett einzieht und im Frühjahr aus dem Boden neu austreibt.
Die Blüten sind für eine Beere ungewöhnlich groß, schneeweiß und schalenförmig. Zusammen mit den roten Früchten ist das der Grund, warum kaum jemand an ihr vorbeigeht, ohne zu fragen, was das ist.

Naschen, Marmelade, Gelee
Was man daraus macht
Frisch und vollreif ist sie am besten. Unreif geerntet schmeckt sie wässrig, das ist der häufigste Grund für Enttäuschung. Ein bis zwei Tage länger am Strauch machen den Unterschied.
Marmelade und Gelee geraten mild und hellrot. Wer es kräftiger mag, mischt Himbeeren oder Johannisbeeren dazu.
Weil sie über viele Wochen nach und nach reift, erntet man selten große Mengen auf einmal, dafür aber den ganzen Spätsommer über.

Ausläufer, Standort, Schnitt
Was du wissen solltest
Sie wandert. Über unterirdische Ausläufer kann sie im zweiten Standjahr gut einen Quadratmeter einnehmen. Im Beet ist eine Wurzelsperre Pflicht, im Kübel erledigt sich das Thema von selbst.
Die Triebe und Blattstiele sind stachelig. Zum Ernten stört das kaum, beim Rückschnitt gehören Handschuhe dazu.
Sonne bis lichter Schatten, sonst ist sie anspruchslos. Im Herbst zieht sie ein, alte Ruten schneidet man bodennah ab, mehr Pflege braucht sie nicht.
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