



Mönchspfeffer
Botanischer Name: Vitex agnus-castus
Duftende violettblaue Blütenrispen im Spätsommer
Wertvolle späte Nahrungsquelle für Bienen und Schmetterlinge
Aromatisches Laub, Samen traditionell als Pfefferersatz genutzt
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Mönchspfeffer
Er wächst buschig und locker aufrecht, die fingerförmig geteilten, graugrünen Blätter duften beim Zerreiben würzig. Im Garten erreicht er meist 1,5–2,5 m Höhe und Breite. Da er am diesjährigen Holz blüht, schneidest du ihn im Frühjahr kräftig zurück und förderst so eine reiche Blüte. Ideal sind ein vollsonniger, warmer und geschützter Platz, etwa vor einer Südwand, und ein durchlässiger Boden ohne Staunässe.
Wichtig zu wissen: Der Mönchspfeffer ist bei uns nur bedingt winterhart. Gut eingewachsene Pflanzen überstehen etwa -15 °C, in strengen Wintern frieren die Triebe aber oft bis zum Boden zurück. Meist treibt er aus der Basis wieder aus und blüht noch im selben Jahr. Eine Mulchschicht im Wurzelbereich und Vlies für junge Pflanzen sind in rauen Lagen sinnvoll. Im Kübel gedeiht er ebenfalls, wenn er hell, kühl und frostfrei überwintert.
Steckbrief
2–4 m
1,5–2,5 m
1,5–2,5 m
-15 °C
Oktober–November (Samenreife nur nach warmen Sommern zuverlässig)
Samen scharf-würzig, pfefferartig
Insektenbestäubt; für die Blüte genügt eine Einzelpflanze
Ja, ab ca. 20-30 L; hell, kühl und frostfrei überwintern
Sonne
Unser Herbstsortiment
Botanicum
Mönchspfeffer
Botanischer Name: Vitex agnus-castus
Wuchshöhe (Natur): 2–4 m
Im Garten (kultiviert): 1,5–2,5 m
Wuchsbreite: 1,5–2,5 m
Wuchsform: Buschiger, locker aufrechter Strauch mit leicht überhängenden Trieben und fingerförmig geteilten, aromatischen Blättern.
Wuchsgeschwindigkeit: Mittel bis schnell
Ausläufer: Nein
Wurzeltyp:
Herbstfärbung: Keine nennenswerte
Frucht: Kleine, rundliche, braune bis schwärzliche Steinfrüchte, pfefferkornähnlich und etwa zur Hälfte vom Kelch umhüllt.
Fruchtfleisch: Kaum vorhanden, trockene Steinfrucht
Fruchtgröße: Sehr klein, ca. 2–4 mm Ø
Erntezeit: Oktober–November (Samenreife nur nach warmen Sommern zuverlässig)
Geschmack: Samen scharf-würzig, pfefferartig
Verwendung: Zier- und Bienenstrauch für sonnige, geschützte Gärten und Kübel; Samen traditionell sparsam als Gewürz bzw. Pfefferersatz, Bestandteil der Gewürzmischung Ras el-Hanout.
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Iridoidglykoside (u. a. Agnusid, Aucubin), Flavonoide (u. a. Casticin) und Gerbstoffe.
Essbare Teile: Samen (als Gewürz, sparsam)
Ertragsbeginn: Blüht bereits ab dem 1.–2. Standjahr
Bestäubung: Insektenbestäubt; für die Blüte genügt eine Einzelpflanze
Bestäubungspartner:
Bestäubung durch: Bienen, Hummeln, Schmetterlinge
Blütezeit: August–September
Blütenfarbe: Lavendel- bis violettblau
Nahrung für Insekten: Hoch, wertvolle Spätsommertracht
Nützlich für: Bienen, Hummeln, Schmetterlinge
Lichtanspruch: Sonne
Natürliches Habitat: Flussufer, Bachläufe und trockene Bachbetten im Mittelmeerraum bis Westasien
Boden: Durchlässig, mäßig nährstoffreich, frisch bis mäßig trocken, keine Staunässe, kalkverträglich
Bodenart: Sand, Lehm, kalkhaltig; schwere Böden mit Sand oder Splitt auflockern
pH-Wert: 6,5–7,5
Wasserbedarf: Gering bis mittel
Pflanzabstand Garten: 1,5–2 m (Solitär oder Gruppe)
Düngung für optimalen Ertrag: Wenig Düngung nötig; im Frühjahr etwas Kompost oder organischer Dünger
Pflanzung: Bevorzugt im Frühjahr ab Mitte Mai, damit er bis zum Winter gut einwurzelt
Pflanzenschnitt: Im Frühjahr vor dem Austrieb kräftig zurückschneiden und erfrorene Triebe entfernen; blüht am diesjährigen Holz.
Winterschutz: Wurzelbereich mulchen, junge Pflanzen mit Vlies oder Reisig schützen; Kübel hell, kühl und frostfrei überwintern
Für Kübel geeignet: Ja, ab ca. 20-30 L; hell, kühl und frostfrei überwintern
Winterhärte: -15 °C
Spätfrostgefahr: Gering (blüht am diesjährigen Holz)
Krankheiten / Resistenzen: Weitgehend robust; bei nassem, schwerem Boden Wurzelfäule möglich, gelegentlich Blattflecken.
Windverträglichkeit: Gering, geschützter Standort empfohlen
Salzverträglichkeit: Mittel
Abgasverträglichkeit:
Sortenentstehung: Wildart aus dem Mittelmeerraum bis Westasien, seit der Antike bekannt und als Klostergarten-Pflanze in Mitteleuropa überliefert.
Synonyme: Keuschbaum, Keuschlamm, Keuschstrauch
Leidenschaft für Pflanzen
Wir haben die Vision einer lebendigen Welt — voller Vielfalt, gesunder Böden und köstlicher Früchte.
Eine Welt, in der Mensch und Natur wieder zusammenarbeiten — im Garten, in der Stadt, auf dem Acker.
Wir sind überzeugt: Es gibt keinen echten Mangel. Nur ungenutztes Potenzial und verlorenes Wissen. Wir haben selbst erlebt, wie aus ausgelaugten Böden wieder fruchtbare, artenreiche Lebensräume entstehen — produktiv, widerstandsfähig und voller Leben.
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