









Eingriffeliger Weißdorn
Botanischer Name: Crataegus monogyna
Sehr hoher ökologischer Wert für Insekten und Vögel
Dichte, dornige Vogelschutzhecke
Extrem robust und schnittverträglich
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Eingriffeliger Weißdorn
Im Mai–Juni überzieht er sich mit unzähligen weißen Blütendolden, die Wildbienen, Schwebfliegen und Käfern reichlich Nahrung bieten. Im September–Oktober reifen kleine, dunkelrote Apfelfrüchte mit nur einem Kern. Das mehlig-milde Fruchtfleisch kannst du zu Mus, Gelee oder Fruchtleder verarbeiten, die Kerne solltest du dabei nicht mitessen. Blüten und junge Blätter werden traditionell als Tee aufgegossen.
Weißdorn ist sehr robust, trockenheitsverträglich, windfest und extrem schnittverträglich. Er liebt sonnige bis halbschattige Plätze mit durchlässigem, gern kalkhaltigem Boden und wird ohne Schnitt zum Großstrauch oder kleinen Baum. Wie alle Weißdorne kann er von Feuerbrand befallen werden; in der Nähe von Erwerbsobstanlagen lohnt eine kurze Rückfrage beim Pflanzenschutzdienst.
Steckbrief
3–6 m (als Baum bis 10 m)
Als Schnitthecke ab ca. 1 m beliebig zu halten; freiwachsend meist 3–5 m
2–4 m
Bis ca. -28°C
September–Oktober
Mild süßlich, mehlig, leicht herb
Bestäuber ertragsfördernd
Ja, ab 40-60 L
Sonne bis Halbschatten
Unser Herbstsortiment
Botanicum
Eingriffeliger Weißdorn
Botanischer Name: Crataegus monogyna
Wuchshöhe (Natur): 3–6 m (als Baum bis 10 m)
Im Garten (kultiviert): Als Schnitthecke ab ca. 1 m beliebig zu halten; freiwachsend meist 3–5 m
Wuchsbreite: 2–4 m
Wuchsform: Dicht verzweigter, dorniger Großstrauch bis kleiner Baum mit rundlicher, geschlossener Krone
Wuchsgeschwindigkeit: Mittel (ca. 20–25 cm/Jahr)
Ausläufer: Nein
Wurzeltyp: Tiefwurzler (Herz- bis Pfahlwurzel)
Herbstfärbung: Gelb bis gelbbraun
Frucht: Kleine, rundliche bis eiförmige, dunkelrote Apfelfrüchte mit einem Steinkern
Fruchtfleisch: Gelblich, mehlig, trocken
Fruchtgröße: Klein, ca. 8–10 mm
Erntezeit: September–Oktober
Geschmack: Mild süßlich, mehlig, leicht herb
Verwendung: Mus, Gelee, Fruchtleder, Sirup (Früchte entkernt); Blüten und junge Blätter traditionell als Tee; Feld-, Schnitt- und Vogelschutzhecke
Inhaltsstoffe: Flavonoide, oligomere Procyanidine, Gerbstoffe.
Essbare Teile: Früchte (ohne Kerne); Blüten und junge Blätter traditionell als Tee
Ertragsbeginn: Blüte und Früchte meist erst nach einigen Standjahren
Bestäubung: Bestäuber ertragsfördernd
Bestäubungspartner: Weitere Weißdorne (Crataegus monogyna oder C. laevigata); Sämlingspflanzen sind genetisch verschieden und bestäuben sich gegenseitig
Bestäubung durch: Wildbienen, Honigbienen, Fliegen, Käfer
Blütezeit: Mai–Juni
Blütenfarbe: Weiß, selten zartrosa
Nahrung für Insekten: Hoch (u. a. über 40 Wildbienenarten)
Nützlich für: Wildbienen, Schmetterlinge und Raupen, Vögel (über 30 fruchtfressende Arten), Kleinsäuger
Lichtanspruch: Sonne bis Halbschatten
Natürliches Habitat: Hecken, Gebüsche, Feld- und Wegränder sowie lichte Wälder auf trockenen bis frischen, basenreichen, oft kalkhaltigen Lehmböden, vom Tiefland bis ca. 1000 m.
Boden: Trocken bis frisch, durchlässig, gern lehmig und kalkhaltig; sehr anpassungsfähig, keine Staunässe
Bodenart: Lehm, sandiger Lehm, Löss, Ton, steinig
pH-Wert: 6,5–8
Wasserbedarf: Gering
Pflanzabstand Garten: 0,3–0,5 m (Schnitthecke, 2–3 Pflanzen/m); ca. 1 m (freiwachsende Hecke); 3–4 m (Einzelstrauch)
Düngung für optimalen Ertrag: Keine Düngung nötig. Auf sehr armen Böden im Frühjahr leichte organische Gabe möglich.
Pflanzung: Ganzjährig im frostfreien Boden; ideal im Herbst
Pflanzenschnitt: Extrem schnittverträglich; Hecken ein- bis zweimal jährlich in Form schneiden (Formschnitt nach der Hauptbrutzeit ab Ende Juni). Starke Rückschnitte nur von Oktober bis Februar.
Winterschutz: Kein Schutz nötig.
Für Kübel geeignet: Ja, ab 40-60 L
Winterhärte: Bis ca. -28°C
Spätfrostgefahr: Gering
Krankheiten / Resistenzen: Sehr robust und extrem schnittverträglich; Wirtspflanze für Feuerbrand (Erwinia amylovora).
Windverträglichkeit: Hoch
Salzverträglichkeit: Gering
Abgasverträglichkeit: Mittel bis hoch
Sortenentstehung: Heimische Wildart Europas ohne züchterische Selektion; Vermehrung über Sämlinge.
Synonyme: Deutsche Namen: Eingriffliger Weißdorn, Hagedorn. Der früher verwendete Name Crataegus oxyacantha ist offiziell verworfen und nicht eindeutig zuzuordnen.
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