Herbstzeit ist Pflanzzeit
Der Boden ist noch warm, es regnet wieder, und die Wurzeln wachsen bis zum Frost weiter. Hier findest du alles, was jetzt in die Erde darf.

Obstbäume für Jahrzehnte
Apfel, Birne, Kirsche, Pflaume, Quitte: Ein Obstbaum steht dreißig Jahre und länger. Ein guter Start im Herbst zahlt sich in jedem einzelnen davon aus. Viele Sorten gibt es als Terrassenobst, Buschbaum oder Halbstamm.

Beeren, die im ersten Sommer schon tragen
Heidelbeere, Himbeere, Brombeere, Johannisbeere: Sie tragen am zwei- bis dreijährigen Holz und danken den Herbststart mit einer früheren ersten Ernte. Frühe, mittlere und späte Sorten zusammen ergeben Beeren von Juni bis in den Herbst.
Warum der Herbst dem Frühjahr überlegen ist
Die Blätter fallen, die Pflanze muss oben nichts mehr versorgen. Ihre ganze Kraft geht nach unten ins Wurzelwerk.
Die Erde speichert die Sommerwärme viel länger als die Luft. Solange sie warm ist, wachsen die Wurzeln weiter.
Er hält den Boden gleichmäßig feucht, ganz ohne dein Zutun. Eine Mulchschicht schützt den Wurzelbereich zusätzlich.
Im Frühjahr steht die Pflanze schon fest im Boden und legt sofort los. Eine Frühjahrspflanze muss einwurzeln und austreiben zugleich.

Die Unkomplizierten
Ölweide, Sanddorn, Holunder, Kornelkirsche: Diese Gruppe ist im Herbst am einfachsten überhaupt. Ölweide und Sanddorn binden Stickstoff selbst und brauchen keinen Dünger. Als Hecke gepflanzt, zeigen sie schon im Folgejahr sichtbaren Zuwachs.

Nüsse für die nächste Generation
Walnuss, Haselnuss, Esskastanie: Der Herbst ist seit jeher die Nusspflanzzeit. Wer Nüsse pflanzt, pflanzt für Jahrzehnte, und der Herbst gibt ihnen den besten Start.
Zwei Sorten sind oft besser als eine
Manche Arten brauchen den Partner zwingend, viele tragen mit ihm mehr. Und verschiedene Reifezeiten verlängern die Ernte: Frühe, mittlere und späte Heidelbeeren tragen von Juni bis August.
Korallen-Ölweide, Sanddorn (weiblich und männlich), Kiwibeere und Sibirische Kiwi. Ohne Partner bleibt die Ernte aus.
Apfel, Birne, die meisten Süßkirschen, Haselnuss, Esskastanie. Steht im Nachbargarten schon ein passender Partner, reicht das oft.
Heidelbeere, Johannisbeere, Quitte und Aprikose setzen mit einer zweiten Sorte besser an, Heidel- und Johannisbeeren oft mit größeren Beeren. Bei Weinrebe, Brombeere und Pfirsich bringt die zweite Sorte vor allem eine längere Ernte.

Ernte an Wand, Zaun und Pergola
Kiwibeere und Weinrebe gehen in den meisten Gegenden jetzt problemlos, solange deine Winter nicht extrem sind. Über den Winter einwurzeln, im Frühjahr die Rankhilfe erobern: So braucht die Pflanze keinen Platz im Beet, nur eine sonnige Wand.
Was bei dir jetzt Sinn macht
Viel mehr geht jetzt, als die meisten denken. Wir sagen dir lieber ehrlich, was bei dir wo Sinn macht.
Walnuss, Haselnuss, Esskastanie. Apfel, Birne, Nashi, Pflaume, Kirsche, Aprikose, Pfirsich, Nektarine, Quitte, Mispel. Alle Beerensträucher. Korallen-Ölweide, Sanddorn, Kornelkirsche, Holunder.
Kiwibeere und Weinrebe, solange deine Winter nicht extrem sind. Maulbeere und Pawpaw in vielen Lagen. Nur in wirklich rauen Lagen gibt ihnen das Frühjahr etwas mehr Sicherheit.
Feige, Kaki, Granatapfel und Kiwi an einen sonnigen, geschützten Platz, im ersten Winter mit Vlies und Mulch. In kälteren Regionen lieber im Frühjahr oder die ersten Jahre im Topf.

Feige, Kaki, Granatapfel & Co.
In milden Lagen wie bei uns am Niederrhein, in Wein- und Obstbauregionen oder am Bodensee gehen auch die Wärmeliebenden im Herbst: an einen sonnigen, geschützten Platz, zum Beispiel an eine Hauswand, und im ersten Winter etwas Schutz mit Vlies und Mulch. In kälteren Regionen setzt du sie lieber im Frühjahr oder hältst sie die ersten Jahre im Topf.

Fünf Handgriffe
Worauf es beim Pflanzen wirklich ankommt
1. Das Loch doppelt so breit wie der Ballen, aber nicht tiefer. Der Ballen schließt eben mit der Bodenoberfläche ab. Zu tief gepflanzt ist die häufigste Ursache für Gehölze, die jahrelang nicht in Fahrt kommen.
2. Die Sohle lockern. Bei schweren Böden entscheidet dieser Handgriff, ob im Winter Wasser steht oder abzieht.
3. Nicht düngen, sondern verbessern. Reifer Kompost oder ein Substrat mit Pflanzenkohle statt Mineraldünger.
4. Einschlämmen statt gießen. 10 bis 20 Liter langsam in einen Gießrand. Das spült die Erde in alle Hohlräume.
5. Mulchen. Eine Handbreit Laub oder Rindenmulch hält feucht, dämpft Frostwechsel und spart im Frühjahr das halbe Gießen.
Zu Erde & Dünger
Alles zur Herbstpflanzung im Magazin
Warum der Herbst die beste Pflanzzeit ist, was mit dem Frost ist und was bei dir je nach Lage geht.
Artikel lesenLeidenschaft für Pflanzen
Wir haben die Vision einer lebendigen Welt — voller Vielfalt, gesunder Böden und köstlicher Früchte.
Eine Welt, in der Mensch und Natur wieder zusammenarbeiten — im Garten, in der Stadt, auf dem Acker.
Wir sind überzeugt: Es gibt keinen echten Mangel. Nur ungenutztes Potenzial und verlorenes Wissen. Wir haben selbst erlebt, wie aus ausgelaugten Böden wieder fruchtbare, artenreiche Lebensräume entstehen — produktiv, widerstandsfähig und voller Leben.
Und genau das bringen wir zurück:
- 🌿 in private Gärten
- 🌿 in urbane Räume
- 🌿 in die Landwirtschaft
Seit über 15 Jahren beschäftigen wir uns mit den besten essbaren Pflanzen für das mitteleuropäische Klima — robust, ertragreich und nachhaltig.
Für mehr Natur. Für mehr Ertrag.
Für deine eigene Fruchtwelt.





































































































































